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GEHÖRLOSE: KRANKENHAUS MUSS KOSTEN FÜR GSD ZAHLEN

24 März 2017
 

Das Sozialgericht Hamburg hat heute entschieden, dass die Kosten für Gebärdensprachdolmetscher (GSD) bei Krankenhausbehandlungen direkt von den Krankenhäusern bezahlt werden müssen und nicht von den Krankenkassen.

 

Der Rechtsstreit, in dem die Kanzlei Menschen und Rechte die Gebärdensprachdolmetscherin vertritt, ist seit 2011 anhängig und hat grundsätzliche Bedeutung. Das Bundessozialgericht hat 2014 bereits entschieden, dass für diese Klage entgegen der Auffassung von Beklagter, Sozialgericht Hamburg und Landessozialgericht der Rechtsweg zu den Sozialgerichten eröffnet ist (B 3 SF 1/14 R). Nun hat das Sozialgericht Hamburg festgestellt, dass es sich bei den Gebärdensprachdolmetscherkosten um allgemeine Krankenhausleistungen handelt, denn die Leistungen der Gebärdensprachdolmetscher seien vom Krankenhaus veranlasste Leistungen Dritter. Die Berufung zum Landessozialgericht Hamburg wurde wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Streits zugelassen. Sollte die Rechtsauffassung des Sozialgerichts Hamburg Bestand haben, würde das die Situation gehörloser Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen voraussichtlich verbessern, weil dann eine rechtssichere Situation entsteht, die es gehörlosen Menschen ermöglicht, in der Regel mit Gebärdensprachdolmetschern in die Klinik zu kommen um dort dann in guter kommunikativer Situation behandelt zu werden. Rechtanwalt Dr. Oliver Tolmein von der Kanzlei Menschen und Rechte begrüßte die Entscheidung: „Gehörlose Patienten können damit auch im Krankenhaus ohne großen bürokratischen Aufwand Gebärdensprachdolmetscher mitbringen und so eine gute Kommunikation mit den Behandlungsteam sicherstellen.“ Allerdings sei es bedauerlich, dass ein solches Zuständigkeitsproblem nicht von den Verbänden der Krankenhausträger und Krankenkassen verhandelt worden sei, sondern von den Betroffenen in einem mehrjährigen Verfahren erstritten werden musste.

(SG Hamburg, Urteil vom 24.3.2017, Az.:S 48 KR 1082/14 ZVW)

(Quelle: http://www.menschenundrechte.de/de/pressemitteilungen/details/artikel/krankenhaus-muss-kosten-von-gebaerdensprachdolmetschern-zahlen-1260.html)

Oper „AscheMOND oder The Fairy Queen“

Sehr geehrte Damen und Herren,
eine gehörlose Schauspielerin und Tänzerin, die eine Hauptrolle in einer Oper spielt? Wie soll das gehen?  Kommen Sie nach Wuppertal, hier können Sie es erleben!
Kassandra Wedel, die zuletzt als Siegerin der TV-Show „Deutschland tanzt “ auf sich aufmerksam machte, spielt die Hauptrolle der Fairy Queen in Helmut Oehrings zeitgenössischer Oper „AscheMOND oder The Fairy Queen „, die die barocke Musik Henry Purcells mit der modernen Klangsprache von Helmut Oehring in Beziehung zueinander setzt. In Wuppertal erlebt das Werk am 29. Januar seine Premiere in der Regie von Immo Karaman.
Weitere Termine
„AscheMOND ist eine Hymne auf die Vergänglichkeit. Düster und dringlich. Eine Oper im Verlauf einer Sommernacht und zugleich im unendlichen und doch Ende bringenden Fluss der Jahreszeiten „, so beschreiben der Komponist Helmut Oehring und seine Librettistin Stefanie Wördemann das Werk.
Und Kassandra Wedel agiert zwar stumm, aber nicht minder ausdruckstark auf der Bühne, sie transferiert Handlung und die Worte des Chores in die Gebärdensprache, stürzt sich hinein in den Sog jener „Kräfte, welche die Erde zum Drehen bringen und die Herzen bewegen „.
Weitere Informationen über das Werk in der beigefügten Presseinformation. Tickets sind erhältlich unter  wuppertaler-buehnen.de  sowie unter der Hotline 0202-563 76 66).
Eine Stückeinführung für Gehörlose vor der Vorstellung ist auf Wunsch möglich. Bitte sprechen Sie uns an:  jana.beckmann@wuppertaler-buehnen.de!
 
Zudem bitten wir darum, die Informationen über das Stück innerhalb Ihrer Community bekannt zu machen. Über Ihren Besuch in unserem Haus würden wir uns sehr freuen!
Herzliche Grüße aus Wuppertal!
Andreas Liske

Andreas Liske
Öffentlichkeitsarbeit Oper // Marketing
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