Nicht ohne uns,
Nicht über uns,
Wir sind mittendrin

© by VGKU e.V.

Wichtige Ankündigung:

News:

Der Verband für Gebärdensprachkultur Köln und Umland e.V. bittet euch um Aufmerksamkeit:

In den letzten Zeiten vermehren sich die Betrüger überall in NRW, die als tauber/hörbehinderter Betroffenen auftreten.
Immer wieder sprechen Menschen in den Fußgängerzonen, Parks etc. Passanten an und geben sich als Gehörlose/Taubstumme aus, die Spenden sammeln.
Sie verwenden den Namen „Landesverband für Behinderte und taubstumme Kinder“. Dieser Verband existiert nicht. Die Organisation „Handicap International“, deren Logo missbraucht wird, hat mit dieser Spendenaktion auch nichts zu tun. Es handelt sich um Betrüger!
Es gab auch schon einen Gerichtsprozess, aber bisher konnten die Drahtzieher nicht gefasst werden. Unser Verband bzw. der Landesverband tut solche Aktionen nicht!
 
Wer auf der Straße mit solch einer Liste angesprochen wird, ruft am besten sofort die Polizei bzw. mit dem Smartphone (Bild vom Betrüger, Autokennzeichen etc.) aufnehmen und bei der Polizei verständigen.
Euer VGKU Vorstand

Feuer Frei vom 19.05.2017

FEUER FREI…

heißt ein neues, weiteres Projekt von uns und wurde am 19.05.17 erfolgreich aus der Taufe gehoben. Ab 18:30h erschien ein erwartungsvolles Publikum aus ca. 70 Personen im Bürgerhaus Deutz und wurde nicht enttäuscht.

Das Thema hieß „stirbt die Gebärdensprache aus?“ und dazu hatte Jan Eichler, der auch als Moderator fungierte, Wolfgang Schmidt, Reiner Griebel und Diana Aleksic als Diskussionsteilnehmer eingeladen, sowie einen spontanen Gast aus dem Publikum.

Um 18:55h begann der Abend mit einer kurzen Filmeinspielung, die sogleich auf breite Zustimmung im Publikum stieß. Darin erklärte Andreas Costrau von Gebärdenservice aus Berlin, dass die Gebärdensprache gleichwertig einer Fremdsprache wäre; gleichwertig und ebenbürtig.

Es erfolgte die Begrüßung des Moderators mit einer kurzen Erklärung über FEUER FREI und dessen Bedeutung; es wird also im Stile von „hart aber fair“ diskutiert und dabei auch kein Blatt vor den Mund genommen. Der darauffolgende Kurzfilm nahm uns mit auf eine Reise durch die Zeit, beginnend mit der Steinzeit, wo Gestik und Mimik quasi als Kommunikationsmittel fungierten, in Ägypten wurde am Hofe des Pharao gebärdet, und endete in der Zukunft mit der Frage „wird die Gebärdensprache mechanisiert?“

Laut einer Umfrage unter Gehörlosen, Schwerhörigen, Spätertaubten und CI-Trägern gaben 51% an, dass sie glauben, die Gebärdensprache stirbt aus. Und schon entbrannte die erste Diskussion unter den Gästen. Diana Aleksic war der Meinung, dass dem nicht so sei, schließlich sei die Gebärdensprache wie jede andere Sprache auch und bleibt somit bestehen. David, der spontane Gast aus dem Publikum, sagte zwar auch, dass die Gebärdensprache bleibt, aber es wäre an der Entwicklung der jüngsten Jahre deutlich erkennbar, dass „weniger Hände zu sehen“ seien. Er führte auch an, dass die Lehrer in den GL-Schulen diesbezüglich ihrer Vorbildrolle nicht gerecht werden.

Selbst in einigen europäischen Ländern, gerade im skandinavischen Raum, wo man immer dachte, dort sind die Verfechter der Gebärdensprache, schließen infolge der Inklusion immer mehr GL-Schulen, zumal auch immer mehr Kinder dort CI-versorgt werden.

Für Wolfgang Schmidt zählt aber mehr die soziale Kompetenz, und wie soll ebendiese gefördert werden, wenn hörende und gehörlose Kinder miteinander lernen? Sprachbarrieren sind vorprogrammiert. Diana Aleksic äußerte sich dazu, indem sie anregt, Gebärdensprache als Pflichtfach an Schulen anzubieten, desweiteren gehörlose Kinder ermutigen, GL-Sportvereine beizutreten, damit sie dort „untereinander ihre Sprache sprechen“ können.

Einen wichtigen Aspekt erläutert Reiner Griebel: durch die UNO – Richtlinie der Menschenrechtskonvention reagieren die Politiker, da diese Konvention festgeschrieben ist. Inklusion ist somit wahrlich ein guter Gedanke, aber die sozialen Kontakte bleiben absolut auf der Strecke. Für die Arbeitswelt ist es akzeptabel, mit Inklusion anzusetzen. Aber nicht im schulischen Bereich.

Warum wird die Gebärdensprache in Schulen nicht so selbstverständlich angesehen wie beispielsweise Englisch oder Französisch? Warum gibt es erst immer einen sogenannten Modellversuch? Und dieser Versuch wird versucht und versucht.. Das Ergebnis? Wie sieht das aus? Reiner Griebel regt an, dass in der schulischen Inklusion anstelle des Dolmetschers eine zweite Lehrperson mit Gebärdensprachkenntnissen eingesetzt werden soll. Die Kinder sollen den Inhalt genauso von einem Lehrer vermittelt bekommen wie die „normalhörenden“ Schüler. „Förderalismus“, entgegnet daraufhin Wolfgang Schmidt. Jedes Bundesland entscheidet selber. Und so auch die Förderzentren.

Jan Eichler präsentiert einen Film des Deutschen Gehörlosen Sportverbandes. Darin erzählen die Athleten während der Deaflympics über ihre sportlichen Erfolge. Auffällig ist jedoch, dass die Athleten in die Kamera sprechen und das Gesagte von einem eingeblendeten Dolmetscher übersetzt wird. da fragt man sich natürlich, wofür der DGSV steht? Wo ist hier die Vorbildfunktion? Wofür steht der DGSV?

Diana Aleksic wertet dies als typisches Verhalten von Gehörlosen gegenüber hörenden Reportern. Wären es gehörlose Reporter, antworten die Sportler automatisch in Gebärdensprache. Hier sind auch wieder die Vereine und Verbände gefragt. Wolfgang Schmidt erläutert dazu, dass es schon typisch ist, sich stets an die hörende Welt anpassen zu müssen. Dies darf nicht geschehen! David ist der Meinung, dass ein solches Verhalten eine pure Fehlinformation an die hörende Welt darstellt.

Damit wir Gehörlose uns nicht unter Wert verkaufen, sollten wir endlich stolz auf unsere Hände sein, fordert Reiner Griebel. Wir müssen weg von dem Gedanken, uns immer an die hörende Welt anzupassen. Unsre Gebärdensprache ist gleichwertig mit der Lautsprache! Das müssen wir verinnerlichen.

Wir müssen weg aus der Stigmatisierung der Behinderung, die Gebärdensprache ist keinesfalls ein Hilfsmittel, wie man oft durch Forschungsarbeiten hörender „Experten“ erlesen kann. Das ist völlig verkehrt! Wolfgang Schmidt ist hierbei der Meinung, Gehörlose müssen ihr eigenes Leben präsentieren und dazu gehört auch die Gebärdensprache. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Klarstellung in der Öffentlichkeit, dass Gebärdensprache nichts mit Gehörlosigkeit zu tun hat und somit nicht als Hilfsmittel fungiert.

Im Schlusswort wird deutlich, dass wir Gehörlose uns öffentlich besser verkaufen müssen, wir brauchen mehr Mut und Erfolgserlebnisse, wie das „Cafe ohne Worte“. Wichtig ist, unsere Türen immer offen zu halten, auf die Hörenden zuzugehen und unsere Sprache als selbstverständlich zu erachten und vor allem uns selbst so akzeptieren, wie wir sind. Dazu ein toller Einwand von David: egal ob hörend oder gehörlos – Mensch ist Mensch!

Unter großem Beifall wird diese äußerst spannende Diskussionsrunde beendet und im Anschluss daran ließ es sich das Publikum nicht nehmen, ehrliche und manchmal auch unbequeme Fragen an die Gäste zu stellen. Aus den Antworten wurde deutlich, dass Gebärdensprache unbedingt als Schulpflichtfach eingesetzt werden soll und es wünschenswert wäre, wenn sich mehr gehörlose in die politische Arbeit einbringen würden. So bekäme unsere Gebärdensprache automatisch mehr Aufmerksamkeit.

Der Moderator entlässt uns mit der Schlussfolgerung, dass die Gebärdensprache nicht ausstirbt, aber es passieren könnte, wenn wir ihr nicht genug Beachtung schenken und sie widerstandslos, heimlich still und leise verschwinden lassen.

Mit der herzlichen Einladung zur nächsten Diskussionsrunde am 06.10.17 unter dem Thema

„Quo vadis – Gehörlosenverbände und -vereine, wohin führt die Entwicklung?“ werden alle verabschiedet.

Fazit: FEUER FREI – wir sind mittendrin!

Kulturfrühstück vom 07.05.2017

Premiere KULTURFRÜHSTÜCK – ein gelungener Auftakt mit einem wunderbar faszinierenden Vortrag „Mein Abenteuer in Kambodscha“

Das frühe Aufstehen am ersten Maisonntag und die weite Anreise nach Köln-Rondorf, einem Dorf mit ländlichem Charakter und fernab vom Großstadt-Trubel hielten ein Dutzend Frühstücks- und Kulturfans nicht davon ab, am – vom Vorstandsteam sowie lieben freiwilligen Helfern mit Herzblut –  erstmalig zubereiteten Frühstücksbüfett und dem daran anschließenden interessanten Kulturvortrag über das fast unbekannte Land Kambodscha teilzunehmen.

Nach dem ersten Frühstück und der Stärkung mit frisch gebrühtem Kaffee verfolgten die Gäste mit wachen Augen dem spannenden Vortrag unter anderen mit vielen Reisebildern des Abenteurers Kilian Spillner. Kilian entführte die Gäste in die exotische Welt des ostasiatischen Landes Kambodscha, wo er 12 Monate reiste, arbeitete und lebte.

Kambodscha war bis vor einigen Jahrzehnten durch den berüchtigten Roten Khmer für Auslandstouristen ein riskantes Reiseland. Daher ist es ein Reiz für die Abenteurer wie Kilian Spillner, in dieses von der Welt lange Zeit abgeschottetes Land einzutauchen. Seine Ursprünglichkeit hat das Land aufgrund fehlendem internationalen Tourismus bewahrt.

Kilians Augenmerk galt vielmehr der Taubengemeinschaft, von der er nicht nur viele Eindrücke gewonnen hat. Hier erlebte er die unschätzbare Gastfreundschaft und die Offenheit. Mit einigen kambodschanischen Tauben hat er tiefe Freundschaft geschlossen. Am Ende des Vortrags gab es einen kleinen Crashkurs in der kambodschanischen Gebärdensprache für die Gäste.

Auch vom Angebot einer zweiwöchigen Rundreise durch Kambodscha, von Kilian höchstpersönlich begleitet, waren die Gäste überaus angetan. Vor der Heimreise stärkten sie sich noch einmal am leckeren Frühstücksbüfett und tauschten untereinander das Interesse an der möglichen Teilnahme an der besonderen, spannenden Ostasien-Reise aus.

Fazit: Unser neues Konzept, das KULTURFRÜHSTÜCK anstelle des lange bewährten Kommunikationsforums, anzubieten, ist durch positive Feedbacks der Gäste auf Anhieb gelungen. Auch der Abenteurer Kilian Spillner war von der herzlich-kölschen Veranstaltung überaus angetan. Ohnehin gilt ein großer Dank nicht nur dem Vorstandsteam, sondern auch den freiwilligen Helfern wie Bastienne, Stefan und Christoph, die mit liebevollem Einsatz zu einer rundum gelungenen Veranstaltung beigetragen haben.

Appetit auf mehr Leckerschmeckerfotos? Dann nichts wie hin zur Galerie!

Radtour Siegtal von Porz-Wahn bis Blankenberg vom 13.05.2017

Trotz unsicherer Wetterprognose trafen sich am Samstag, 13.05.2017 fünf gutgelaunte Radfahrer am Wahner Bahnhof, um zusammen nach Blankenburg an der Sieg zu radeln.

Ein Teilnehmer weihte bei diesem Ausflug erfolgreich sein neues Fahrrad ein und war mit dem Ergebnis hochzufrieden.Die Sonne war ständiger Begleiter, nur einmal mussten wir durch eine Regenwolke fahren, aber zum Glück konnten wir uns unter einem riesigen, schattenspendenden Baum unterstellen.

Nach zwei Minuten war das Ganze vorbei und weiter ging’s mit hungrigem Magen ins hervorragende Restaurant „Mühle zu Blankenberg“, wo wir alle wunderbar leckere Grillteller

bestellten und uns dazu ein schönes kaltes Kölsch schmecken ließen. Hmmm…!! Herrlich! gerne nochmal! ..

…und heim ging’s schön gemütlich mit der S – Bahn 🙂

Info zum organisatorischen Ablauf – Feuer frei

Hiermit möchten wir euch informieren, wie der organisatorische Ablauf für die Veranstaltung „FEUER FREI“ läuft.
Zum ersten Mal findet diese Veranstaltung im Bürgerzentrum Deutz statt und liegt zentral, wenige Minuten vom DB-Bahnhof Köln Messe/Deutz bzw. Straßenbahnhaltestelle mit der Nr. 1; 7; 9 Deuter Freiheit.

Während dieser Veranstaltung sind die Teilnehmerzahl wie immer begrenzt.

Keine Platzreservierung möglich!

Weitere Fragen/Info könnt ihr über unsere Mail: info@vgku.de kontaktieren.

FEUER FREI – 4. Ankündigung

Liebe VGKU Mitglieder, Interessierte und Freunde,

hiermit informieren wir euch hier, wer die dritte Person ist, die bei der Podiumsdiskussion teilnimmt. in Kürze werden wir noch die Organisation zu unserer Veranstaltung „Feuer frei“ informieren.

Noch einmal informieren wir euch, dass dieser Veranstaltungsort im Bürgerzentrum Deutz, Tempels. 41-43 in 50679 Köln im 1. Stock stattfindet. Es ist über DB Bahnhof Köln Messe/Deutz bzw. Straßenbahnhaltestelle Köln- Deuzter Freiheit innerhalb von 10 Minuten per zu Fuß zu erreichen.

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