Feuer Frei vom 19.05.2017

FEUER FREI…

heißt ein neues, weiteres Projekt von uns und wurde am 19.05.17 erfolgreich aus der Taufe gehoben. Ab 18:30h erschien ein erwartungsvolles Publikum aus ca. 70 Personen im Bürgerhaus Deutz und wurde nicht enttäuscht.

Das Thema hieß „stirbt die Gebärdensprache aus?“ und dazu hatte Jan Eichler, der auch als Moderator fungierte, Wolfgang Schmidt, Reiner Griebel und Diana Aleksic als Diskussionsteilnehmer eingeladen, sowie einen spontanen Gast aus dem Publikum.

Um 18:55h begann der Abend mit einer kurzen Filmeinspielung, die sogleich auf breite Zustimmung im Publikum stieß. Darin erklärte Andreas Costrau von Gebärdenservice aus Berlin, dass die Gebärdensprache gleichwertig einer Fremdsprache wäre; gleichwertig und ebenbürtig.

Es erfolgte die Begrüßung des Moderators mit einer kurzen Erklärung über FEUER FREI und dessen Bedeutung; es wird also im Stile von „hart aber fair“ diskutiert und dabei auch kein Blatt vor den Mund genommen. Der darauffolgende Kurzfilm nahm uns mit auf eine Reise durch die Zeit, beginnend mit der Steinzeit, wo Gestik und Mimik quasi als Kommunikationsmittel fungierten, in Ägypten wurde am Hofe des Pharao gebärdet, und endete in der Zukunft mit der Frage „wird die Gebärdensprache mechanisiert?“

Laut einer Umfrage unter Gehörlosen, Schwerhörigen, Spätertaubten und CI-Trägern gaben 51% an, dass sie glauben, die Gebärdensprache stirbt aus. Und schon entbrannte die erste Diskussion unter den Gästen. Diana Aleksic war der Meinung, dass dem nicht so sei, schließlich sei die Gebärdensprache wie jede andere Sprache auch und bleibt somit bestehen. David, der spontane Gast aus dem Publikum, sagte zwar auch, dass die Gebärdensprache bleibt, aber es wäre an der Entwicklung der jüngsten Jahre deutlich erkennbar, dass „weniger Hände zu sehen“ seien. Er führte auch an, dass die Lehrer in den GL-Schulen diesbezüglich ihrer Vorbildrolle nicht gerecht werden.

Selbst in einigen europäischen Ländern, gerade im skandinavischen Raum, wo man immer dachte, dort sind die Verfechter der Gebärdensprache, schließen infolge der Inklusion immer mehr GL-Schulen, zumal auch immer mehr Kinder dort CI-versorgt werden.

Für Wolfgang Schmidt zählt aber mehr die soziale Kompetenz, und wie soll ebendiese gefördert werden, wenn hörende und gehörlose Kinder miteinander lernen? Sprachbarrieren sind vorprogrammiert. Diana Aleksic äußerte sich dazu, indem sie anregt, Gebärdensprache als Pflichtfach an Schulen anzubieten, desweiteren gehörlose Kinder ermutigen, GL-Sportvereine beizutreten, damit sie dort „untereinander ihre Sprache sprechen“ können.

Einen wichtigen Aspekt erläutert Reiner Griebel: durch die UNO – Richtlinie der Menschenrechtskonvention reagieren die Politiker, da diese Konvention festgeschrieben ist. Inklusion ist somit wahrlich ein guter Gedanke, aber die sozialen Kontakte bleiben absolut auf der Strecke. Für die Arbeitswelt ist es akzeptabel, mit Inklusion anzusetzen. Aber nicht im schulischen Bereich.

Warum wird die Gebärdensprache in Schulen nicht so selbstverständlich angesehen wie beispielsweise Englisch oder Französisch? Warum gibt es erst immer einen sogenannten Modellversuch? Und dieser Versuch wird versucht und versucht.. Das Ergebnis? Wie sieht das aus? Reiner Griebel regt an, dass in der schulischen Inklusion anstelle des Dolmetschers eine zweite Lehrperson mit Gebärdensprachkenntnissen eingesetzt werden soll. Die Kinder sollen den Inhalt genauso von einem Lehrer vermittelt bekommen wie die „normalhörenden“ Schüler. „Förderalismus“, entgegnet daraufhin Wolfgang Schmidt. Jedes Bundesland entscheidet selber. Und so auch die Förderzentren.

Jan Eichler präsentiert einen Film des Deutschen Gehörlosen Sportverbandes. Darin erzählen die Athleten während der Deaflympics über ihre sportlichen Erfolge. Auffällig ist jedoch, dass die Athleten in die Kamera sprechen und das Gesagte von einem eingeblendeten Dolmetscher übersetzt wird. da fragt man sich natürlich, wofür der DGSV steht? Wo ist hier die Vorbildfunktion? Wofür steht der DGSV?

Diana Aleksic wertet dies als typisches Verhalten von Gehörlosen gegenüber hörenden Reportern. Wären es gehörlose Reporter, antworten die Sportler automatisch in Gebärdensprache. Hier sind auch wieder die Vereine und Verbände gefragt. Wolfgang Schmidt erläutert dazu, dass es schon typisch ist, sich stets an die hörende Welt anpassen zu müssen. Dies darf nicht geschehen! David ist der Meinung, dass ein solches Verhalten eine pure Fehlinformation an die hörende Welt darstellt.

Damit wir Gehörlose uns nicht unter Wert verkaufen, sollten wir endlich stolz auf unsere Hände sein, fordert Reiner Griebel. Wir müssen weg von dem Gedanken, uns immer an die hörende Welt anzupassen. Unsre Gebärdensprache ist gleichwertig mit der Lautsprache! Das müssen wir verinnerlichen.

Wir müssen weg aus der Stigmatisierung der Behinderung, die Gebärdensprache ist keinesfalls ein Hilfsmittel, wie man oft durch Forschungsarbeiten hörender „Experten“ erlesen kann. Das ist völlig verkehrt! Wolfgang Schmidt ist hierbei der Meinung, Gehörlose müssen ihr eigenes Leben präsentieren und dazu gehört auch die Gebärdensprache. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Klarstellung in der Öffentlichkeit, dass Gebärdensprache nichts mit Gehörlosigkeit zu tun hat und somit nicht als Hilfsmittel fungiert.

Im Schlusswort wird deutlich, dass wir Gehörlose uns öffentlich besser verkaufen müssen, wir brauchen mehr Mut und Erfolgserlebnisse, wie das „Cafe ohne Worte“. Wichtig ist, unsere Türen immer offen zu halten, auf die Hörenden zuzugehen und unsere Sprache als selbstverständlich zu erachten und vor allem uns selbst so akzeptieren, wie wir sind. Dazu ein toller Einwand von David: egal ob hörend oder gehörlos – Mensch ist Mensch!

Unter großem Beifall wird diese äußerst spannende Diskussionsrunde beendet und im Anschluss daran ließ es sich das Publikum nicht nehmen, ehrliche und manchmal auch unbequeme Fragen an die Gäste zu stellen. Aus den Antworten wurde deutlich, dass Gebärdensprache unbedingt als Schulpflichtfach eingesetzt werden soll und es wünschenswert wäre, wenn sich mehr gehörlose in die politische Arbeit einbringen würden. So bekäme unsere Gebärdensprache automatisch mehr Aufmerksamkeit.

Der Moderator entlässt uns mit der Schlussfolgerung, dass die Gebärdensprache nicht ausstirbt, aber es passieren könnte, wenn wir ihr nicht genug Beachtung schenken und sie widerstandslos, heimlich still und leise verschwinden lassen.

Mit der herzlichen Einladung zur nächsten Diskussionsrunde am 06.10.17 unter dem Thema

„Quo vadis – Gehörlosenverbände und -vereine, wohin führt die Entwicklung?“ werden alle verabschiedet.

Fazit: FEUER FREI – wir sind mittendrin!

Kulturfrühstück vom 07.05.2017

Premiere KULTURFRÜHSTÜCK – ein gelungener Auftakt mit einem wunderbar faszinierenden Vortrag „Mein Abenteuer in Kambodscha“

Das frühe Aufstehen am ersten Maisonntag und die weite Anreise nach Köln-Rondorf, einem Dorf mit ländlichem Charakter und fernab vom Großstadt-Trubel hielten ein Dutzend Frühstücks- und Kulturfans nicht davon ab, am – vom Vorstandsteam sowie lieben freiwilligen Helfern mit Herzblut –  erstmalig zubereiteten Frühstücksbüfett und dem daran anschließenden interessanten Kulturvortrag über das fast unbekannte Land Kambodscha teilzunehmen.

Nach dem ersten Frühstück und der Stärkung mit frisch gebrühtem Kaffee verfolgten die Gäste mit wachen Augen dem spannenden Vortrag unter anderen mit vielen Reisebildern des Abenteurers Kilian Spillner. Kilian entführte die Gäste in die exotische Welt des ostasiatischen Landes Kambodscha, wo er 12 Monate reiste, arbeitete und lebte.

Kambodscha war bis vor einigen Jahrzehnten durch den berüchtigten Roten Khmer für Auslandstouristen ein riskantes Reiseland. Daher ist es ein Reiz für die Abenteurer wie Kilian Spillner, in dieses von der Welt lange Zeit abgeschottetes Land einzutauchen. Seine Ursprünglichkeit hat das Land aufgrund fehlendem internationalen Tourismus bewahrt.

Kilians Augenmerk galt vielmehr der Taubengemeinschaft, von der er nicht nur viele Eindrücke gewonnen hat. Hier erlebte er die unschätzbare Gastfreundschaft und die Offenheit. Mit einigen kambodschanischen Tauben hat er tiefe Freundschaft geschlossen. Am Ende des Vortrags gab es einen kleinen Crashkurs in der kambodschanischen Gebärdensprache für die Gäste.

Auch vom Angebot einer zweiwöchigen Rundreise durch Kambodscha, von Kilian höchstpersönlich begleitet, waren die Gäste überaus angetan. Vor der Heimreise stärkten sie sich noch einmal am leckeren Frühstücksbüfett und tauschten untereinander das Interesse an der möglichen Teilnahme an der besonderen, spannenden Ostasien-Reise aus.

Fazit: Unser neues Konzept, das KULTURFRÜHSTÜCK anstelle des lange bewährten Kommunikationsforums, anzubieten, ist durch positive Feedbacks der Gäste auf Anhieb gelungen. Auch der Abenteurer Kilian Spillner war von der herzlich-kölschen Veranstaltung überaus angetan. Ohnehin gilt ein großer Dank nicht nur dem Vorstandsteam, sondern auch den freiwilligen Helfern wie Bastienne, Stefan und Christoph, die mit liebevollem Einsatz zu einer rundum gelungenen Veranstaltung beigetragen haben.

Appetit auf mehr Leckerschmeckerfotos? Dann nichts wie hin zur Galerie!

Radtour Siegtal von Porz-Wahn bis Blankenberg vom 13.05.2017

Trotz unsicherer Wetterprognose trafen sich am Samstag, 13.05.2017 fünf gutgelaunte Radfahrer am Wahner Bahnhof, um zusammen nach Blankenburg an der Sieg zu radeln.

Ein Teilnehmer weihte bei diesem Ausflug erfolgreich sein neues Fahrrad ein und war mit dem Ergebnis hochzufrieden.Die Sonne war ständiger Begleiter, nur einmal mussten wir durch eine Regenwolke fahren, aber zum Glück konnten wir uns unter einem riesigen, schattenspendenden Baum unterstellen.

Nach zwei Minuten war das Ganze vorbei und weiter ging’s mit hungrigem Magen ins hervorragende Restaurant „Mühle zu Blankenberg“, wo wir alle wunderbar leckere Grillteller

bestellten und uns dazu ein schönes kaltes Kölsch schmecken ließen. Hmmm…!! Herrlich! gerne nochmal! ..

…und heim ging’s schön gemütlich mit der S – Bahn 🙂

Jump House in Ossendorf

Am 08.04.17 trafen sich 7 Mitglieder zum JUMPHOUSE. Ausgestattet mit Sportklamotten, guter Laune und Vorfreude ging los. Die Alltagskleidung wurden in entsprechende Spinds gepackt, dann bekamen wir (gegen eine Gebühr) spezielle Jump – Socken, die wir auch mit nach Hause nehmen durften, sowie dicke Aufkleber mit unserer gebuchten Jump – Zeit, die wir uns aufs Shirt kleben mussten. Und dann ging’s los in die große Halle. Mit mehreren Leuten wurden wir in die Regeln eingeweiht, dann gab’s unter großem Gelächter eine Aufwärmrunde..und LOOOS! Zuerst wollten wir unbedingt ins SurvivalJump..

und hatten gleich zu Anfang schon einen Mega-Riesenspaß und konnten uns vor Lachen kaum halten. YEAH!!! Das fing ja schon mal gut an! Weiter auf die verschiedenen Trampolins, wo wir die beklopptesten, abenteuerlichsten Luftsprünge machten und uns oftmals vor Lachen kaum halten konnten. FUN NONSTOP!! Und dann ging zur Sache: In der NinjaBox war „Überlebenstraining“ angesagt mit ungnädigerweise Zeitstoppen! EXTREMELY BRUTAL!! Schließlich entdeckten wir die BattleBox.

und mussten das auch gleich ausprobieren. Die verschiedensten Paare trafen sich zum Duell..versucht mal, jemanden ohne zu lachen, von der Stange zu stoßen. UNMÖGLICH!! And last but not least ging ins GameJump, zum Dodgeball 3D.


HAMMER! Ein absolut perfekter Absch(l)uss für einen Crazy Day!

Fazit: ein rundum gelungener Freizeitspaß! Und wir waren sicher nicht zum letzten Mal dort!

LET’S JUmP AGAIN!!    Neugierig??  Zur Galerie….

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