VGKU WEIHNACHTSFEIER AM SAMSTAG, D. 15. DEZEMBER 2018

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Wir, das VGKU Team lädt euch zur diesjährigen Weihnachtsfeier am Samstag, den 15. Dezember 2018 ab
17:30 Uhr im Brauhaus Dellbrück, Dellbrücker Hauptstr. 61 in 51069 Dellbrück ein.

Es gibt wunderbare Essen inkl. Begrüßungsgetränk.

Zum Jahresabschuss wollen wir alle besinnlich zusammen feiern und auf den Rückblick 2018 zurückschauen.

Der Anmeldeschluss ist 25. November 2018!

Weitere Info findet ihr hier den Link:
Einladung Weihnachtsfeier_2018

IV. FEUER FREI „INKLUSION? – SIGNER AUF AUGENHÖHE MIT ANDEREN?“ PRÄSENTIERT DEN 1. PODIUMSTEILNEHMER FÜR 5. OKT. 2018

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Liebe Mitglieder, Gäste und Freund,

fast genau in einem Monat findet wieder die bekannte und beliebte Veranstaltungsreihe vom VGKU unter dem Motto: Feuer frei statt. Das Thema: INKLUSION? – SIGNER AUF AUGENHÖHE MIT ANDEREN? wird darüber diskutieren. Wie wir bereits festgestellt haben, sind bei unserer Gesellschaft mit dem Begriff: Inklusion mit Signer (= Gebärdensprachler) immer noch nicht bewusst angekommen. Wir werden immer noch von Anderen „bevormundet“ bzw. lassen uns wie Marionetten behandeln. Selbst unter uns lassen und schlucken widerstandslos zu…

Wir freuen uns sehr, dass wir euch hier den 1. Podiumsgast vorstellen dürfen. Der 1. Gast ist für euch alle ein Begriff…
Lassen wir uns euch hier nicht weiter zappeln…

 

Historie des Kölner Wappens (St.Ursula Kirche) am 23.02.2019

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Bild: © Wikipedia

Wofür stehen die 11 Flammen/Tränen auf dem bekannten Kölner Wappen? Was ist damals wirklich geschehen? Und welche Bedeutung/Zusammenhang ergibt die Legende der hl. Ursula? Dies erfahren wir bei einer Führung durch die St. Ursula Kirche.

Bemerkenswert ist die den Ursprung der Basilika begleitende Legende um die Hl. Ursula.  Unter anderem verbinden sich in ihr Berichte über frühe Märtyrer-Jungfrauen und die Legende der Pinnosa. Der Legende entsprechend soll Ursula mit elf Gefährtinnen rheinaufwärts unterwegs gewesen sein. Aus diesen elf Jungfrauen werden dann im Laufe der Geschichte elftausend (vielleicht vor dem Hintergrund der Skelettfunde im benachbarten römischen Gräberfeld). Ihre Schiffsreise führte sie bis Basel, von wo aus sie zu Fuß nach Rom pilgerten. Dort wurden sie von Papst Cyriakus empfangen (möglicherweise Papst Siricius), der sich ihnen für die Rückreise anschloss. In Mainz wurde Ursulas Bräutigam Aetherius schließlich getauft und von dort gelangte die Gesellschaft zu dem von den Hunnen belagerten Köln. Da die Jungfrauen die Ehe mit den nichtchristlichen Hunnen verweigerten, wurden sie und ihre Gefährten ermordet.

Diese Legende hatte eine erhebliche Ausstrahlungskraft und die in der Basilika verehrten Reliquien verloren im religiösen Leben Kölns und der die Stadt besuchenden Pilger erst dann ihre Vorrangstellung, als 1164 die Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln überführt wurden.

Beide Heiligenverehrungen waren bildgebend für das Kölner Wappen: Die drei Kronen im oberen Feld symbolisieren die Drei Könige, elf Flammen stehen stellvertretend für die elf(tausend) Märtyrerinnen der Ursula-Legende. Neben den Heiligen Drei Königen und St. Gereon ist die Hl. Ursula Stadtpatronin Kölns.

Inhalt: © Wikipedia

Link: https://de.wikipedia.org/wiki/St.Ursula_(Köln)

Plakat: Historie des Kölner Wappens (St. Ursula Kirche)

Kulturfrühstück am 28. Januar 2018 mit Mario Buchholz

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Mit Spannung kamen viele Gäste zum Kulturfrühstück. Einige wollten last minute noch kommen, sogar ein Besucher aus Bayern. Leider war das Event wie immer sehr schnell ausverkauft.

Anscheinend hat sich das VGKU Kulturfrühstück weit über Köln hinaus etabliert und ist wohl aus unserem umfangreichen Programm nicht mehr wegzudenken.

Nach dem Genießen des reichhaltigen Frühstücksbuffets, blicken alle Gäste  gespannt auf Mario Buchholz. Er stammt aus Nürnberg und ist bekannt für seine waghalsigen Abenteuerreisen. Anhand seiner Weltkarte zeigte er, wo und wie viele Länder er bereits besucht hat. Insgesamt 65 Länder, darunter die gefährlichsten Länder wie z. B. Pakistan, Afghanistan, Philippinen, Amazonas.
Er erzählte vor allem von seinen Reiseerlebnissen in Pakistan und Afghanistan.

Diese beide Länder stehen unter dem Zeichen des Bürgerkriegs. Er erlebte u. a. eine beinahe Entführung im Norden von Pakistan an der Grenze zu Afghanistan, das Opferfest, wo ein Kuh mit einem stumpfen Messer abgeschlachtet wurde (auf dem obigen Film zu sehen). Einige von uns konnten beim besten Willen nicht hinsehen.

In Manila, der Hauptstadt Phillipinens, musste er mit eigenen Augen ein Feuergefecht ansehen und Leichen umfahren. Er entkam dem Tod nur knapp durch Messerstecherei, die Wunde am Bauch bleibt als Erinnerung.

Auf Jamaika erlebte er viele Gefahren, die hier in Deutschland völlig undenkbar sind. Abends ist ein Ausgehen nicht möglich, da sich dort viele Schwerstkriminelle herumtreiben. Mario probierte mit seinen Freunden auch dass Kiffen mit Cannabis, was auf Jamaika selbstverständlich ist.

In Nepal sah er tote Menschen auf dem „Scheiterhaufen“ und der fürchterliche Geruch war schwer wegzuwaschen.

Am Ende des Reisevortrages wurden Mario Buchholz viele Fragen gestellt und alle Gäste waren begeistert von seinen ganzen Abenteuern. Durch diese ganzen Reiseerfahrungen hat er praktisch keine Angst mehr vor Gefahren in die gefährlichsten Länder. Wichtige Tipps von ihm waren, dass man bei Reisen immer die Umgebung genau im Blick behalten muss und keine zwielichtige Leute, die z. B. mit Drogen o. ä. zu tun haben, kontaktieren soll.

Mario plant für seine nächste Reise, nach Mittelamerika bis zu Südamerika, von Costa Rica über Panama, Kolumbien nach Ecuador. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei deinen nächsten Abenteuern und – wer weiß – vielleicht berichtet er uns ja auch davon!

3. FEUER FREI VORANKÜNDIGUNG AM 20. APRIL 2018

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Es ist noch 3 Monate dahin, bis zum 20. April 2018 mit dem neuesten Thema.

Schon jetzt wollen wir euch schon die erste Vorankündigung für 3. Feuer frei Veranstaltung bekanntgeben,
mehr Info findet ihr hier unter dem Link:

Verpasse euch bitte nicht, die nächste Info kommt…

DAS VGKU-WEIHNACHTSFEST FINDET AM 16. DEZEMBER STATT

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Ein überaus erfolgreiches und spannendes VGKU – Jahr neigt sich dem Ende zu und wir möchten gern mit Euch allen ein frohes, gemütliches und vor allem stimmungsvolles Weihnachtsfest feiern. Hierzu laden wir Euch am Samstag, d. 16.12.2017 sehr herzlich ein und würden uns freuen, wenn möglichst viele von Euch sich auf den Weg machen und mit uns das Essen genießen, erzählen und zusammensitzen.
Bitte meldet Euch schnellstmöglich an, wie Ihr wisst, ist die Anzahl der Plätze begrenzt. Sendet die Anmeldung ( am besten auch direkt mit Überweisung) an anmeldung@vgku.de, aber klickt bitte NICHT den Link in der Homepage zum Antworten an.
Wir freuen uns schon sehr auf Euch alle! Kommt und feiert mit uns! Ein gemütlicher Jahresausklang in geselliger Runde – was gibt es Schöneres?!
Viele Grüße
VGKU-Vorstand
Öffne bitte hier den Link…
Links:

BILDUNGSREISE NACH BRÜSSEL

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Am Mittwoch, d. 18. Oktober trafen 24 Teilnehmer – einer musste leider wegen Krankheit kurzfristig absagen, aber wir sind sicher, dass seine Frau ihm alles detailgetreu berichtet hat 🙂 – in der Früh am Kölner Hbf ein und traten die Reise nach Brüssel an. Die Ankunft in Brüssel war pünktlich und wir gingen sofort zu unserem Designerhotel.

Nach dem Verteilen der Hotelzimmer ging es in Richtung EU-Parlament, wo wir von einem Mitglied der europäischen Abgeordneten (= MEP), Axel Voss (https://www.axel-voss-europa.de), empfangen wurden.

Eine knappe Stunde erörterte er seine Arbeit im Parlament. Er gab zu, dass er eine solche Gruppe wie wir als Gebärdensprachgemeinschaft zum ersten Mal erlebte und so ließ er sich gerne von uns die Bedeutung der Gebärdensprachgemeinschaft mitsamt Sprache und Kultur vermitteln.

Herr Voss versprach, unsere Anliegen und Probleme ernst zu nehmen und mit seinem Mitarbeiterstab vertieft auszutauschen – so unter anderem mit Helga Stevens (http://www.europarl.europa.eu/meps/de/125105/HELGA_STEVENS_home.html) weiter über die Belange der Gebärdensprachgemeinschaft intensivieren.

Nach dem Treffen mit Axel Voss durften wir einen Blick ins EU Parlament werfen. Insofern konnten wir vieles die über Hintergründe der Abläufe, der Kommunikation, der Sitzordnung etc. des EU Parlaments erfahren.

Der nächste Punkt im Programm führte uns zum Informationszentrum „Parlamentarium“ im Willy-Brandt Gebäude, dort erfuhren wir die Zeitgeschichte des EU. Mithilfe der Multimedia-Guides enthaltendes Videos in Gebärdensprache konnten wir barrierefrei die volle Information über die EU Zeitgeschichte verfolgen.

Anschließend teilte sich die Gruppe auf, einige gingen zum Hotel, man konnte im Park flanieren oder auch einige Sehenswürdigkeiten von Brüssel aufsuchen.

Donnerstag, d. 19. Oktober ging es zuerst zum EUD Büro (http://www.eud.eu) und trafen dort die Mitarbeiter und den Geschäftsführer, Mark Wheatley.

Statt eine Stunde verbrachten wir dort überraschenderweise über 2 Stunden, tauschten viele Themen zu Situationen der Gebärdensprachgemeinschaft (Barrierefrei in Deutschland, Definition unserer Bezeichnung, Verbandspolitische Arbeit zwischen D und EUD, Zukunftsperspektive etc.) aus.

Anschließend führte unser Weg uns in Richtung EU Commission Gebäude, wo dort der Vorsitz, Jean-Claude Juncker, tätig ist. Nach kurzer Mittagspause spazierten wir über den Leopoldpark wieder zum Informationszentrum „Parlamentarium“, wo wir bereits von MEP, Helga Stevens, erwartet wurden. Trotz der turbulenten Arbeitszeit stand Helga Stevens uns für eine Stunde zur Verfügung. Sie berichtete uns kurz, dass sie sich am Vormittag mit Axel Voss getroffen hatte wobei er von unserem gestrigen Besuch berichtete; wir waren beeindruckt, dass Herr Voss unser Anliegen und Probleme ernst genommen hatte und sich bereit erklärte, mit Helga Stevens auszutauschen. Schließlich verfolgten wir ihren Bericht über die momentanen Streitigkeiten zwischen Spanien und Katalonien, und konnten es auch viel besser nachvollziehen, da sie als EU Abgesandte in Barcelona so einiges beobachten konnte. Helga Stevens berichtete auch von ihren Schwierigkeiten darum zu kämpfen, die Finanzierung für die Kosten der Dolmetscher in Gebärdensprache sicherzustellen im Vergleich zu anderen EU Politikern mit ihrer jeweiligen Landessprache. Schlussendlich kann man es auch so formulieren, dass wir als Gebärdensprachler immer noch stiefmütterlich behandelt werden, wenn es um unsere Sprache mitsamt ihren Rechten geht.

Nach dem Treffen mit Helga Stevens nutzte jeder Teilnehmer die Zeit bis zum Abendessen zur freien Verfügung. Einige fuhren sofort zum Atomium, andere bummelten einfach durch Brüssel. Gegen 18:30 Uhr trafen wir uns alle im Restaurant „Le Bistro“ gemeinsam zum Abendessen, dieses wurde vom VGKU komplett übernommen und wir haben an diesem Abend wunderbar gespeist, getrunken, viel unterhalten und viel gelacht, die Stimmung im Restaurant ist kaum zu übersehen.

Am Freitagmorgen , d. 20. Oktober sollten wir am Rathaus von Brüssel mit unserer tauben Stadtführerin zusammentreffen, leider kam sie nicht zum vereinbarten Termin; trotz Mühe des Informationsbüros konnte kein Kontakt hergestellt werden. Nach Diskussionen innerhalb Gruppe beschlossen wir, dass wir in eigenhändiger Regie für die Stadtbesichtigung sorgen. So flanierten wir gemütlich durch die Altstadt, besuchten viele typische belgische Choccolate – Shops, Käsegeschäfte mit ihren Delikatessen, begutachteten die historische Kirche und schließlich auch die berühmte Comicgeschichte von „Tim und Struppi“.

Abschließend nahmen wir ausgiebig unser Mittagessen ein und traten nachmittags die Heimreise an.

Fazit: viele Teilnehmer waren sehr begeistert von der Organisation und des Programmablaufs. Trotz des großen Altersunterschieds erwies sich die Gruppenkonstellation von ca. 30 bis 90 (!) Jahren als hervorragend zusammen. Vielstimmig wurde an den VGKU die Bitte gerichtet, mal wieder eine Bildungsreise zu organisieren.

2. FEUER FREI VOM 6. OKT. 2017 „WANDEL DER GESELLSCHAFT – QUO VADIS FÜR GL-VERBÄNDE UND VEREINE?“

 

Feuer frei am 06.10. 2017

nun war es wieder soweit und unsere zweite Diskussionsrunde in diesem Jahr konnte beginnen. Schon im Vorfeld hatte Jan Eichler, der Moderator uns alle mithilfe von Videos spannend eingestimmt; kein Wunder, dass er vor einem überaus gespannten und erwartungsvollem Publikum begrüßen durfte. Schätzungsweise 50 Personen waren gekommen um mit ihm über den Wandel der Gesellschaft – Quo Vadis – zu diskutieren. Wie sieht die Zukunft der Gehörlosenverbände und -vereine aus, dies war die Hauptfrage des heutigen Abends.

Mit dem Moderator diskutierten auf der Bühne Martin Domke, Ehrenvorsitzender des Landesverbandes der Gehörlosen in Sachsen, Martin Magiera, der Vorsitzende des Landesverbandes der Gehörlosen NRW und Daniel Büter vom Deutschen Gehörlosen Bund, der dort das Amt des Referenten für politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit innehat. Und natürlich durfte auch wieder ein Gast aus dem Publikum nicht fehlen. Zu aller Überraschung meldete sich Marian Duran, eine Spanierin, die gerade auf Deutschlandbesuch war und gebärdete äußerst temperamentvoll in ISL.

Gleich zu Beginn entführte Jan Eichler das interessierte Publikum zu einer Reise um die Welt; wie sieht es mit den Gehörlosen im Vereinsleben in Südamerika, Sydney, Auckland und Asien aus? Die Antworten waren allesamt äußerst ernüchternd: In Südamerika gab/gibt es keine Vereine, und in Sydney treffen sich Gehörlose Freitagabends im Pub. Auckland weist als einzige Großstadt in Neuseeland Gehörlosenschulen, -vereine und -verbände auf. Der Rest im Land ist gleich Null. Und das, obwohl die Gebärdensprache in Neuseeland als Amtssprache anerkannt ist!

Sogar in China beschränken sich die sozialen Kontakte unter Tauben auf private Treffen, es existiert noch nicht mal ein Clubheim. Einhelliger Tenor unter dem Publikum: wer hätte das gedacht?

Wobei natürlich auch nicht unerwähnt bleiben darf, dass die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter dort schon genutzt werden.

Verdeutlicht wurde das aktuelle Thema aber auch durch Einblendung alter Bilder aus Gehörlosenvereinen: dort war „die Bude stets voll“. Selbstverständlich muss hierbei auch berücksichtigt werden, dass es damals weder Schreibtelefon, Handy, o.ä. gegeben hat; wie sonst sollte man die neuesten Informationen austauschen, bzw. weitergeben? Jedoch zählte vor allem auch der gute Wille zum Wiedersehen und Gemeinsamkeit. In der heutigen Zeit, wo alle Infos über sämtliche sozialen Netzwerke laufen, ist es ja auch Komfort geworden, einfach zu Hause sitzenzubleiben, anstatt wegzufahren und andere zu treffen.

Martin Domke berichtete, dass vor dem Mauerfall sämtliche Gehörlose bereit waren, Ehrenämter zu übernehmen, es herrschte stets reges Treiben in der Vereinsarbeit. Sogar eine „Zwangsheirat“ mussten sie über sich ergehen lassen, so nannte er es, als Schwerhörige mit in die Vereine eintraten. Die Gehörlosen wollten lieber unter sich sein.

Die nächste Filmeinblendung zeigte eine Umfrage unter gehörlosen Menschen an. wieviele sind der Meinung, ob die Vereine und Verbände keine Zukunft haben? Hier die Antworten:

Ja: 95

Nein: 63

Weiß nicht: 62

Auf die Feststellung des Moderators, wie man diese negative Entwicklung stoppen und den Entwicklungstrend der heutigen Zeit anpassen könnte, schlug Martin Dome unter anderem vor, das Gehörlosengeld als Vereinsbeitrag zu nehmen; Martin Magiera ist der Meinung, niemals aufgeben, um Mitglieder zu werben. Dazu wurde auch Ludwig Herb vom EUD im Interview eingeblendet; er betonte, wie wichtig die ehrenamtliche Tätigkeiten seien und ohne geht es nicht. Er möchte durch seine Arbeit in der EUD ( European Union of the Deaf) Erfahrungen holen und dann in Deutschland umsetzen.

Aus den USA kamen Marsha Wetzel und Pinky Gehrcke zu Wort, das dort sehr viel über soziale Netzwerke kommuniziert und persönlich weniger gesehen wird; Pinky sagte, hier in Deutschland wäre das noch anders und so auch viel schöner. Marian Duran berichtete unterdessen, dass es in Spanien ähnlich zuginge wie hierzulande bei uns. Auch dort schrumpfen die Mitgliederzahlen und es ist schwer, sich dann auf politischer Ebene durchzusetzen.

Martin Magiera appellierte an das Verantwortungsbewusstsein: Wer kämpft dann noch für uns Taube in NRW, wenn die Mitglieder und Ehrenamtler immer weniger werden? Wie kann der Landesverband die Flut an Arbeit und Unterstützung aller noch bewältigen?

Daniel Büter vom DGB konnte mit der Thematik nicht so richtig umgehen und bot an, wer Ideen zur Veränderung habe, solle sie doch bitte dem DGB übermitteln. Derjenige würde dann auch angehört.

Ein weiteres Interview wurde angezeigt, dort sprach Ilja Khenkine gewiss im Sinne von vielen jungen Tauben, als er sagte, Mitglied in einem Verein zu sein ist nicht mehr zeitgemäß, an zuviel Erwartungshaltung und Druck gebunden und wenig kooperativ. Ihm ist es lieber, ein gemeinsames Projekt anzusteuern, es erfolgreich durchzuführen und dann unverbindlich wieder jeder seiner Wege zu gehen. Unter vereinzeltem Beifall aus dem Publikum erwiderte Jan Eichler, wenn wir uns der Jugend anpassen, mit der Zeit gehen, profitieren doch beide Seiten auch vom Erfolg!

Der DGB vertritt seit 1979 die Ansicht, dass 80.000 Gehörlose in Deutschland leben. Merkwürdigerweise ändert sich diese Zahl nicht. Tatsächlich gibt es zuverlässige Statistiken, die besagen, dass es mittlerweile 500.000 „Gebärdensprachler“ gibt. Diese Tatsache mutet schon seltsam an.

Daniel Büter berichtet unterdessen, dass der DGB sehr wohl seine Strukturen bereits geändert habe und sie auch auf dem besten Wege sind, sich zu verändern, indem man mit der EUD zusammenarbeitet und auch Kommunikation stets gewährleisten kann zwischen dem DGB und einzelnen Landesverbänden. Jan Eichler wirft jedoch ein, dass der Deutsche Gehörlosenbund als unser aller Dachverband weder eine längerfristige Planung, noch die notwendigen Ressourcen vorweisen kann, um auch in Zukunft als solcher weiter bestehen zu können.

Als finalen Abschluss durften die Zuschauer ihre Fragen an die Diskussionsteilnehmer stellen. Hierbei kam jedoch fast einhellig die Meinung heraus, dass der DGB noch gewaltig an sich arbeiten müsse, wenn er weiter unser aller Vertreter zu bleiben. Die jugendlichen Zuschauer bemängelten die fehlende Präsenz in sozialen Netzwerken sowie eine transparente Öffentlichkeitsarbeit.

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals für einen interessanten, manchmal auch impulsiven und überaus unterhaltsamen Diskussionsabend und laden jetzt schon ein zur nächsten Feuer frei Runde am 20. April 2018 mit dem vielversprechenden Thema

 „Was ist die richtige Bezeichnung für uns? Gebärdensprachgemeinschaft oder Gehörlos/Schwerhörig/Hörbehindert/Hörgeschädigt? Wie und worüber definieren wir uns?

Hier nun zum Video:

2. FEUER FREI PRÄSENTIERT NUN 3. PODIUMSTEILNEHMER

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Liebe Mitglieder, Freunde und Gäste,

nur noch 5 Tage… dann ist es soweit. Das Team Feuer frei möchte euch hier die letzte Details präsentieren.
Das Team Feuer frei hat in der letzten Tagen mächtig ins Zeug gelegt, viele Hintergrundinformationen und
viele Menschen ausgetauscht.
Es ist bestimmt interessant, was auch auf der Welt im Bezug auf Verbände und Vereine laufen?

Alles wird am 6. Oktober präsentieren. Bist du auch dabei?

Herzlich Willkommen!!!

Viel Spaß am 6. Oktober 2017 um 18:55 Uhr in Köln-Deutz.

2. FEUER FREI PRÄSENTIERT DEN 2. PODIUMSTEILNEHMER für 6.10.2017

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Liebe Mitglieder, Gäste und Freunde,

 

nur noch 11 Tage bis zu vielversprechender Podiumsdiskussion mit dem Thema: Wandel der Gesellschaft –
Quo vadis für GL-Verbände und Vereine?…

Nachdem wir bereits den 1. Podiumsteilnehmer M. Magiera, dem 1. Vors. des LV NRW bekannt gegeben haben, möchten wir hiermit nun den 2. Podiumsteilnehmer vorstellen. Wir haben uns sehr gefreut, dass er zu dieser Veranstaltung zugesagt hat und kommen wird.
Lassen wir uns euch hier nicht weiter zappeln…

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal….

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