DGB-PRESSEMITTEILUNG „DAS 2. STAATENPRÜFVERFAHREN ZUR UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION IN DEUTSCHLAND IST BEREITS GESTARTET

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Wir möchte euch diese Information vom Deutschen Gehörlosen Bund weitergeben:

Liebe Leser/-innen, liebe Interessierte,
wir übersenden Ihnen hiermit unsere Pressemitteilung „Das 2. Staatenprüfverfahren zur UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ist bereits gestartet.“ und Bildmaterialien.

Bei weiteren Fragen steht wir der DGB gerne jederzeit zur Verfügung.

dgb_Pressemitteilung_2018_08

 

IV. FEUER FREI „INKLUSION? – SIGNER AUF AUGENHÖHE MIT ANDEREN?“ – VIDEO UND BERICHT

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Von links nach rechts: Michael Krause (Gast, Essen), Thorsten Rose (Dolmetscher/Coda, Köln), Jürgen Stachlewitz (Ex-BR-Moderator f. Sehen statt Hören, München), Norbert Hensen (Präsident d. Deutscher Geh.Sportverband, Berlin) und Feuer frei Moderator, Jan Eichler.

„Inklusion – Signer auf Augenhöhe mit Anderen?“

geladene Gäste: Norbert Hensen (Deutsche Gehörlosen Sportverband), Jürgen Stachlewitz (Ex-Moderator von „Sehen statt Hören“) und Thorsten Rose (Dolmetscher in Deutsch und Gebärdensprache)

Die lang erwartete und äußerst beliebte Diskussionsrunde startete wie immer pünktlich um 18:55h im Beisein von ca. 95 Besuchern. Nachdem ein Publikumsgast, Michael Krause aus Essen, ausgesucht wurde, an der Runde teilzunehmen, begann der Abend  – wie immer – mit einem Filmvorspann des Moderators. Diesmal erschien der Ex – Präsident des Schweizer Gehörlosen – Bundes ( SGB-FSS), Roland Herrmann, der sogleich den Begriff „Inklusion“ auseinandersetzte; für uns Signer ist dieser Begriff jedoch mitunter mit vielen Fragen verbunden.

Seit der Bestätigung durch die UN – Konvention 2009 wurde wahrlich noch recht vieles nicht umgesetzt. Auf Nachfrage des Moderators, Jan Eichler, ob die teilnehmenden Gäste den Slogan „Inklusion – Signer auf Augenhöhe mit Anderen“ bestätigen könne, wurde deutlich, dass noch viele Baustellen in der Gesellschaft bestehen. Lapidar gesagt, versteht man unter Inklusion, dass man möglichst ohne Barrieren in der Gesellschaft leben, soll heißen, dass unser soziales Umfeld auch in Gebärdensprache einigermaßen kommunizieren kann. Das ist bei weitem weder realisier- noch momentan vorstellbar. Infolgedessen wurden die drei Begriffe „Inklusion, Integration und Teilhabe“ in die Runde geworfen und ausführlich debattiert.

Dolmetscherinnen in Lautsprache…

Desweiteren erörterte Norbert Hensen folgende Baustelle: In seiner Funktion als Präsident des Deutschen Gehörlosen Sportverbands wurden unter seiner Leitung zwei Hörende eingestellt, Sportdirektor Stefan Lambertz und Leistungssportreferent Tobias Hillebrand. Bedauerlicherweise beherrschen diese beiden Herren jedoch nicht die Gebärdensprache. Somit nahm Norbert Hensen die Mühe in Kauf, beim Amt die Übernahme der Kosten für Arbeitsassistenz (Dolmetscher in Lautsprache) zu beantragen. Sein Antrag wurde mit der unsinnigen Begründung abgeschmettert, dass er doch der Arbeitgeber sei und die beiden Angestellten keine betroffenen Personen wären. Auch hier wird wieder deutlich, dass jemandem bei gewissen Bemühungen Steine in den Weg gelegt werden. Es fruchtet also nicht mit der UN – Konvention…

Jürgen Stachlewitz berichtete von seiner Moderatorenzeit beim BR Rundfunk. Auch er hatte des öfteren zu kämpfen und konnte auch gewiß nicht immer behaupten, auf Augenhöhe mit dem hörendem kollegialem Umfeld gewesen zu sein. Seinerzeit war es nahezu unmöglich. Zumeist fehlt es am Durchsetzungsvermögen für Signer, wenn sie nach oben kommen wollen, bzw. die gleiche Augenhöhe erreichen möchten. Sämtliche Entscheidungen zwecks Filmveröffentlichung bzw. der Vorstellungen der Redaktion standen öfters dem Schema der Signer Community gegenüber, weil vor allem die Empathie nicht nachvollziehbar war.

Der Dolmetscher in Gebärdensprache Thorsten Rose war hingegen der Meinung, dass Signer immer jammern, sich selbst bemitleiden und warten bis die Anderen „es“ machen. Nein, wir sollen verdammt nochmal die Ärmel hochkrempeln, für uns selbst verantwortlich sein und dagegen ankämpfen! Hier wirft der Moderator ein, dass es schon eine ganze Menge Signer gibt die dagegen ankämpfen und sich positiv verkaufen wollen. Nichtsdestotrotz werden sie, trotz ihrer Bemühungen, von der Gesellschaft weder angenommen noch respektiert. Auch einige Lösungsvorschläge bzw. Ideen zur Umsetzung aus Sicht derSigner wurden leider anderweitig beurteilt, wie z. B. in solchen Situationen unter Uni zu Köln, KSL Sinnesbehinderung und im aktuellen Fall neulich mit der EUTB.Diese werden immer noch -oder nach wie vor- von „Hörenden“ gesteuert.

Beispielhaft war das gezeigte Interview von Daniel Rose, dem Bruder von Thorsten und ebenfalls als Gebärdensprachdolmetscher tätig. Daniel erarbeitete seinerzeit ein Notfall-Konzept für Gehörlose, sodass er und seine Dolmetschkollegen ehrenamtlich in Bayern sehr oft im Notfall-Bereitschaftsdienst für Signer tätig war. Dieses großartige Konzept erlitt durch Finanzschwierigkeiten und geringer Nachfrage eine glatte Absage durch die Landesregierung Bayern; sprich eine Ablehnung auf die Umsetzung des Notfallsystems für Signer. Hier wird wieder deutlich, dass wunderbar positive Ideen von Seiten der Gebärdensprachgemeinschaft nicht durchsetzbar sind!

Norbert Hensen ist der Meinung, dass sich im Laufe der Zeit zeigen wird, dass sich Integration durchsetzt. Bei der Inklusion wird es nicht funktionieren. Dort ist oft für Hörgeschädigte die sogenannte „Endstation“, entscheidend leider durch die obligatorische Bürokratie bzw. Ignoranz der „Andersdenken“. Jürgen Stachlewitz schließt sich der Meinung des Präsidenten des DGSB an.

Die Diskussion läuft in die heiße Phase, als Thorsten Rose den Begriff der „INTERSEKTIONALITÄT“ erwähnt, in Finnland ist dieser Sprachgebrauch bereits gang und gäbe. „Inklusion“ wurde in Finnland als „erfolglos“ bezeichnet und dahingehend abgeschafft. Intersektionalität ist für unsere Gebärdensprachgemeinschaft jedoch ziemlich neu und wird bereits in Finnland als Individuum unterstützt. Jeder Signer kann durch eigene Geldleistung selbst in der Gesellschaft mitbestimmen und seinen Platz im sozialen Umfeld revolutionieren und so auch Barrieren überwinden. Dieser Begriff wird aber von Norbert Hensen hart kritisiert, da dadurch auch kein Paradigmenwechsel erfolgt.

Mal wieder war es Jan Eichler gelungen, das Publikum mit einem äußerst spannenden, unterhaltsamen und diskussionsbereiten Abend zu begeistern; und mit machte er seinem Publikum auf die nächste Feuer frei Ausgabe am 12. April 2019sehr neugierig. Das Thema verspricht einen explosiven und feurigen Abend:

„die nächste Signer Generation – noch gesellschaftsfähig?“

Die Veranstaltung war sehr lange mit vieler kontroverse Diskussion geführt, so dass die weitere Interviewfilme wie z. B. den 2. + 3 Teil von R. Hermann (SGB-FSS) bzw. Thomas Worseck, Geschäftsführer des Gehörlosen Verbandes Hamburg nicht gezeigt werden können, haben wir hier den Link eingefügt.

Ganzer Film aus IV: Feuer frei vom 5.10.18

Interview mit R. Hermann:

Intervire mit T. Worseck

ELFTER IM ELFTEN AUCH FÜR GEHÖRLOSE

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Im Auftrag des LVR informieren wir hier an euch weiter:

Kostenfreie Karten beim LVR / Willi Ostermann Gesellschaft kooperiert mit LVR-Initiative „Karneval für alle“ / LVR finanziert Gebärdendolmetschung / Gebärdenchor der KG Jecke Öhrcher übersetzt Klüngelköpp /

Köln, 25.09.2018. Auch gehörlose Menschen können am Elften im Elften auf dem Kölner Heumarkt mitfeiern. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziert die Übersetzung des Programms in Gebärdensprache. Zudem vergibt der LVR kostenfreie Karten an gehörlose Menschen.

Doch nicht nur vor, sondern auch auf der Bühne werden Menschen mit Behinderung bei der Sessionseröffnung dabei sein. Der Gebärdenchor der Jecken Öhrcher – dem ersten Kölner Karnevalsverein für Menschen mit und ohne Hörschädigung – wird mit der Band Kluengelkoepp auf der Bühne stehen und deren Hit „Stääne“ in die kölsche Gebärdensprache übersetzen.

Möglich gemacht hat diese inklusiven Angebote eine Kooperation zwischen der Willi Ostermann Gesellschaft und dem LVR, der sich mit seiner Initiative „Karneval für alle“ bereits in der sechsten Session dafür stark macht, dass auch Menschen mit Behinderung Karneval feiern können. In dieser Session finanziert die LVR-Initiative zudem die Übersetzung des Bühnenprogramms an Weiberfastnacht auf dem Alter Markt in die Deutsche Gebärdensprache sowie die Übersetzung der Moderation der Schull- un Veedelszöch auf der LVR-Tribüne auf dem Kölner Heumarkt.

Kostenfreie Karten für die Sessionseröffnung vergibt der LVR an gehörlose Menschen und je eine Begleitperson, solange der Vorrat reicht.

Kartenbestellung bitte per E-Mail an karneval-fuer-alle@lvr.de oder per SMS an 0152 09317716.

Für weitere Fragen usw. kontaktiert ihr bitte direkt an:

Ellen Petry, Projektleitung
LVR-Initiative „Karneval für alle“
Landschaftsverband Rheinland (LVR), Kennedy-Ufer 2, 50679 Köln
Tel  0221 809-7615
Fax  0221 8284-4403
E-Mail: ellen.petry@lvr.de

IV. FEUER FREI PRÄSENTIERT DEN 3. PODIUMSTEILNEHMER FÜR 5. OKT. 2018

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Liebe Mitglieder, Gäste und Freunde,

nur noch 9 Tage geht es wieder los mit dieser Podiumsdiskussion mit dem Thema: Inklusion? – Signer auf Augenhöhe mit Anderen?

Es ist auch schon zu erfahren, dass immer mehr sich uns angeboten haben, Interview mitzumachen und aus seinen diversen Lebenserfahrungen erzählen zu wollen. Wir können nun bestätigen, dass mit dieser Veranstaltung ein hoher Bedarf für die Gebärdensprachgemeinschaft hat. Selbst aus Luxemburg, Österreich und Schweiz blicken bereits nach uns…

Heute können wir nun die 3. und letzte Podiumsteilnehmer vorstellen. Wir freuen uns sehr auf seine Zusage, trotz seinen vielen Termine.

IV. FEUER FREI PRÄSENTIERT DEN 2. PODIUMSTEILNEHMER FÜR 5. OKT. 2018

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Liebe Mitglieder, Gäste und Freunde,

weniger als 3 Wochen geht es wieder los mit der bekannte Veranstaltung „Feuer frei“ mit dem Thema:
Inklusion? – Signer auf Augenhöhe mit Anderen?

Die Marke „FEUER FREI“ ist inzwischen im ganzen Deutschland ein Begriff. Viele aus ganzen Deutschland gucken bereits diese Filme.

Nun wollen wir jetzt euch den 2. Podiumsteilnehmer präsentieren. Mit diesem Teilnehmer bekommen wir eine andere Perspektive und werden bestimmt den Kontrast sehen. Das Thema ist aber sehr aktuell und stellt vor allem die Frage an uns, wie wir selbst reflektieren können.

Wer ist diese Person? Schaut euch selbst…

Nicht vergessen, am Freitag d. 5. Oktober 2018 um 18:55 Uhr im Bürgerzentrum Deutz,
Tempelstr. 41.43 – 50679 Köln

IV. FEUER FREI „INKLUSION? – SIGNER AUF AUGENHÖHE MIT ANDEREN?“ PRÄSENTIERT DEN 1. PODIUMSTEILNEHMER FÜR 5. OKT. 2018

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Liebe Mitglieder, Gäste und Freund,

fast genau in einem Monat findet wieder die bekannte und beliebte Veranstaltungsreihe vom VGKU unter dem Motto: Feuer frei statt. Das Thema: INKLUSION? – SIGNER AUF AUGENHÖHE MIT ANDEREN? wird darüber diskutieren. Wie wir bereits festgestellt haben, sind bei unserer Gesellschaft mit dem Begriff: Inklusion mit Signer (= Gebärdensprachler) immer noch nicht bewusst angekommen. Wir werden immer noch von Anderen „bevormundet“ bzw. lassen uns wie Marionetten behandeln. Selbst unter uns lassen und schlucken widerstandslos zu…

Wir freuen uns sehr, dass wir euch hier den 1. Podiumsgast vorstellen dürfen. Der 1. Gast ist für euch alle ein Begriff…
Lassen wir uns euch hier nicht weiter zappeln…

 

Soziale Isolation bei älteren Gehörlosen

Harte Zeiten für die Betroffene aus den Jahrgängen 1963-1985…

Wie leben die gehörlosen Senioren? Was passiert in 10 Jahren? Sind Altersheime für Gehörlosen sinnvoll? Gefahr zur Isolation für die älteren gehörlosen Menschen? Sind gute soziale Kontakte bei den älteren Gehörlosen vorhanden? Wird es realistisch, dass die gehörlosen Senioren älter als 100 Jahre alt werden? Steigen die Krankheiten bei den gehörlosen Senioren wegen der Isolation? Wie sieht die Lebensqualität der Gebärdensprachgemeinschaft aus?

Videogebärde:

Historie des Kölner Wappens (St.Ursula Kirche)

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Muss aufgrund gleichzeitig 6 statt findendem Demos (gegen Erdogan-Besuch) verschieben werden !!!

Bild: © Wikipedia

Wofür stehen die 11 Flammen/Tränen auf dem bekannten Kölner Wappen? Was ist damals wirklich geschehen? Und welche Bedeutung/Zusammenhang ergibt die Legende der hl. Ursula? Dies erfahren wir bei einer Führung durch die St. Ursula Kirche.

Bemerkenswert ist die den Ursprung der Basilika begleitende Legende um die Hl. Ursula.  Unter anderem verbinden sich in ihr Berichte über frühe Märtyrer-Jungfrauen und die Legende der Pinnosa. Der Legende entsprechend soll Ursula mit elf Gefährtinnen rheinaufwärts unterwegs gewesen sein. Aus diesen elf Jungfrauen werden dann im Laufe der Geschichte elftausend (vielleicht vor dem Hintergrund der Skelettfunde im benachbarten römischen Gräberfeld). Ihre Schiffsreise führte sie bis Basel, von wo aus sie zu Fuß nach Rom pilgerten. Dort wurden sie von Papst Cyriakus empfangen (möglicherweise Papst Siricius), der sich ihnen für die Rückreise anschloss. In Mainz wurde Ursulas Bräutigam Aetherius schließlich getauft und von dort gelangte die Gesellschaft zu dem von den Hunnen belagerten Köln. Da die Jungfrauen die Ehe mit den nichtchristlichen Hunnen verweigerten, wurden sie und ihre Gefährten ermordet.

Diese Legende hatte eine erhebliche Ausstrahlungskraft und die in der Basilika verehrten Reliquien verloren im religiösen Leben Kölns und der die Stadt besuchenden Pilger erst dann ihre Vorrangstellung, als 1164 die Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln überführt wurden.

Beide Heiligenverehrungen waren bildgebend für das Kölner Wappen: Die drei Kronen im oberen Feld symbolisieren die Drei Könige, elf Flammen stehen stellvertretend für die elf(tausend) Märtyrerinnen der Ursula-Legende. Neben den Heiligen Drei Königen und St. Gereon ist die Hl. Ursula Stadtpatronin Kölns.

Inhalt: © Wikipedia

Plakat: Historie des Kölner Wappens (St. Ursula Kirche)

Link: https://de.wikipedia.org/wiki/St.Ursula_(Köln)

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